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UNSERE GESCHICHTE

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Eine kurze Geschichte rund um Laphroaig


Am äußersten Rand der schottischen Whiskylandschaft liegt die Insel Islay, auf der der Legende nach irische Mönche die Kunst der Destillation eingeführt haben. In den Händen der Insulaner, abgeschieden vom Rest der Welt, florierte die illegale Brennereikunst, sehr zum Leidwesen der Steuereintreiber. Schließlich wurde das Gesetz aber gelockert und verschiedene Whiskyhersteller ließen sich ganz offiziell auf der Insel nieder, darunter auch die Landwirte Donald und Alexander Johnston, die im Jahre 1815 ihre eigene Brennerei an der Südküste der Insel eröffneten. Laphroaig, benannt nach seiner Umgebung, „breites Tal in der Bucht“. In den nächsten 139 Jahren sollte die Destillerie von der Familie geführt werden.

  • 2015

    Wir feiern 200 Jahre Laphroaig

    Das Jahr 2015 markierte sowohl das zweihundertjährige Bestehen der Destillerie wie auch den 21. Geburtstag der Friends of Laphroaig (FoL).

    Gefeiert wurde dieses Doppeljubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen und Sonderabfüllungen. Auf Wunsch der Friends of Laphroaig haben wir unseren 15 Year Old, der zuletzt im Jahr 2000 für die Charity-Abfüllung für Erskine herausgegeben worden war, in einer einmaligen Abfüllung veröffentlicht. Als ein etwas langlebigeres Memento an unseren 200. Jahrestag wurde am Kilbride Stream, der einzigen Wasserquelle für Laphroaig, ein imposantes Denkmal aus Trockenstein errichtet. Im Mai folgte dann die Veröffentlichung einer speziellen Cairdeas-Abfüllung, eines streng limitierten 32 Year Old sowie eines exklusiven 21 Year Old anlässlich des Geburtstags von FoL während des Feis Ile, dem alljährlichen Festival auf Islay. Im Juli durften wir dann seine königliche Hoheit, den Prince of Wales, bereits zum dritten Mal in unserer Destillerie begrüßen, um gemeinsam den Legacy Fund für die Inselbewohner vorzustellen. 2015 durften sich außerdem die 200 glücklichen Gewinner unseres Wettbewerbs „Opinions Welcome“ mit ihren Meinungen zu unserem Whisky an den Wänden der Destillerie verewigen. Den Abschluss dieses bedeutenden Jahres markierte im September unsere offizielle 200-Jahrfeier inklusive Liveübertragung auf der ganzen Welt, „Laphroaig Live“.

    Angesichts der großen Bedeutung dieses Jahres wollten wir 2015 alle früheren und aktuellen Whiskybrenner ehren, die Laphroaig schließlich zu dem gemacht haben, was es heute ist: der geschmackintensivste Single Malt Whisky der Welt. Daher haben wir auch ihnen zu Ehren unserer Lore veröffentlicht, den bisher aromareichsten Whisky aus unserem Hause.

    2015

    Wir feiern 200 Jahre Laphroaig

  • 2010

    Großes Treffen bei Laphroaig

    Auf dem Feis Ile 2010 trafen die Friends of Laphroaig zum ersten Mal offiziell zusammen. Wir durften Whiskyfreunde aus der ganzen Welt begrüßen, die gemeinsam auf ihren Plots das Glas für Laphroaig hoben. Während des Trinkspruchs gesellten sich unsere koreanischen Friends of Laphroaig zu uns, die exakt zur selben Zeit ein Treffen auf der anderen Seite des Globus organisiert hatten.

    Das zweite offizielle Treffen, ebenfalls ein durchschlagender Erfolg, wurde 2010 im spanischen Jerez während der alljährlichen Liveübertragung im Internet abgehalten. Wir hatten das spanische Städtchen gewählt, da wir von dort die Sherryfässer von Harvey‘s Bristol Cream beziehen, in denen unser PX Cask gereift wird.

    2010

    Großes Treffen bei Laphroaig

  • 2009

    Taufe des „Càirdeas“

    Mit großer Mehrheit wählten die Friends of Laphroaig den Namen „Càirdeas“ als langfristige Bezeichnung für ihre jährliche Abfüllung. Auf die Freundschaft! Diese Serie mit Sonderabfüllungen, die der Freundschaft gewidmet sind, wurde erstmals 2008 produziert.

    Im Jahr 2009 fand zudem die dritte Liveübertragung von Laphroaig statt, dieses Mal aus der Maker‘s Mark Destillerie im US-Bundesstaat Kentucky. Die Weißeichenfässer von Maker‘s Mark nutzen wir für einen Großteil unserer Reifungsprozesse.

    2009

    Taufe des „Càirdeas“

  • 2008

    Erneuter Besuch von Prince Charles

    Seine königliche Hoheit, Prince Charles, besucht Laphroaig erneut, dieses Mal im Rahmen der Festlichkeiten anlässlich seines 60. Geburtstages.

    Die zweite Übertragung von „Laphroaig Live“ findet in der Destillerie auf Islay statt.

    Die Destillerie veröffentlicht ihre erste Càirdeas-Abfüllung anlässlich des Feis Ile. Das Wort „Càirdeas“ bedeutet „Freundschaft“ im Gälischen – ein passender Name also für eine Abfüllung, die exklusiv den Friends of Laphroaig angeboten wird.

    2008

    Erneuter Besuch von Prince Charles

  • 2007

    Erste Übertragung von „Laphroaig Live“

    Im Jahr 2007 sendete Laphroaig erstmalig eine Whisky-Sendung über das Internet. Gedreht wurde die 45minütige Sendung in London. Mittlerweile erwarten Zehntausende von Whiskyfans weltweit jedes Jahr mit Spannung die alljährliche Übertragung. Im ersten Jahr konzentrierte man sich nur auf den Whisky, inzwischen beinhaltet die Sendung aber auch Musik, Kulinarisches und viele weitere Highlights.

    2007

    Erste Übertragung von „Laphroaig Live“

  • 2005

    UNSER 190. GEBURTSTAG, DER QUARTER CASK UND EIN NEUER BESITZER

    Im Jahr 2005 feierten wir sowohl unseren 190. Geburtstag wie auch die Veröffentlichung der innovativen Quarter Cask-Abfüllung aus unserer Destillerie.

    Anlässlich unseres Geburtstags wurde ein 19 Year Old in Cask Strength abgefüllt. Dieser wurde exklusiv unseren Friends of Laphroaig angeboten und war nirgends im Handel, sondern lediglich über unsere Webseite erhältlich. Selbst in unserem Laden neben der Destillerie wurde er nicht verkauft.

    Aufgrund der fantastischen Resonanz bei den Friends of Laphroaig wurde der Quarter Cask, der zum Teil in alten, besonders kleinen Bourbonfässern gereift wird, daraufhin weltweit zum Verkauf angeboten. Auch bei Kritikern und Whiskyliebhabern fand er großen Anklang und hat seither zahlreiche internationale Auszeichnungen gewinnen können.

    2005 war auch das Jahr, in dem der langjährige Besitzer von Laphroaig, Allied Domecq, durch den französischen Spirituosenkonzern Pernod Ricard aufgekauft wurde, der Laphroaig wiederum umgehend an das US-amerikanische Unternehmen Fortune Brands weiterverkaufte, das sich 2011 als Spirituosenexperte Beam, Inc. neu erfand.

    2005

    Unser 190. Geburtstag, der Quarter Cask und ein neuer Besitzer

  • 2004

    10. GEBURTSTAG VON FRIENDS OF LAPHROAIG

    Am 30. März 2004 feierten die Friends of Laphroaig ihren 10. Geburtstag. In diesem Jahr konnte der Club bereits über 200.000 Mitglieder aus 150 Ländern verzeichnen. Aus gegebenem Anlass wurde eine spezielle 11 Year Old-Abfüllung in Auftrag gegeben, die ausschließlich den Friends of Laphroaig angeboten und nur über die Webseite der Destillerie verkauft wurde.

    Im selben Jahr erhielten die Friends of Laphroaig ebenfalls die Gelegenheit, Flaschen vom für das Islay Festival abgefüllten 17 Year Old und dem erstmals abgefüllten Quarter Cask zu erwerben.

    2004

    10. Geburtstag von Friends of Laphroaig

  • 2003

    Auf in ein neues Jahrhundert

    Iain Henderson, dem es gelungen war, Laphroaig zu einem der großen, immer wieder mit Preisen gekrönten Whiskys dieser Welt zu machen, verabschiedete sich 2003 in den Ruhestand. Auf ihn folgte Robin Shields, dessen kreativer Ansatz in der Kunst der Reifung später in der Veröffentlichung des Quarter Cask resultieren und damit den Grundstein für die fortgeführte Experimentierfreude unter dem derzeitigen Manager der Destillerie, John Campbell, legen sollte.

    2003

    Auf in ein neues Jahrhundert

  • 1998 -99

    AUSZEICHNUNGEN UND ANSEHEN

    Im Jahr 1998 gewann Laphroaig sieben Auszeichnungen und damit mehr als jeder andere Whisky.

    Im folgenden Jahr konnte man sich bei Laphroaig erneut über sechs Auszeichnungen in der International Wine and Spirit Competition und der International Spirits Challenge freuen. Sicherlich hast auch du viel über das Vermächtnis der Destillerie und das Traditionsbewusstsein bei Laphroaig gelesen.

    1999 unternahm die Destillerie dann auch den alles entscheidenden Schritt, um sicherzustellen, dass Laphroaig sich niemals von seinen Brennereiwurzeln auf Islay abwenden sollte.

    Am 15. Juli 1999 erhielt Laphroaig als erster Whisky überhaupt die International Spirit Challenge Trophy, einen äußerst prestigereichen und hart erkämpften Preis. Nun können wir uns wahrlich damit rühmen (auch wenn wir ja schon immer wussten, dass es so ist), dass wir so nah an der Natur arbeiten wie es nur möglich sein kann. Womöglich war genau dies die Bestimmung für den ältesten Whisky von Islay. Darauf heben wir unser Glas!

    Zu den zeitgenössischen englischen Liebhabern gehörten John Simpson, der berühmte Auslandskorrespondent der BBC, der stets eine Flasche unseres Whiskys bei sich trug, selbst als er über den Golfkrieg berichtete, und der TV-Mogul Michael Grade, der sogar seine Hochseeyacht auf den Namen Laphroaig taufte (natürlich mit der obligatorischen Kiste an Bord!).

    1998 -99

    Auszeichnungen und Ansehen

  • 1994

    KÖNIGLICHER HOFLIEFERANT

    Wer Laphroaig gerne trinkt, kennt seinen berühmtesten Schirmherrn vom unverwechselbaren Wappen, das stolz auf jeder Flasche Laphroaig prangt. 1994 kam seine königliche Hoheit, Prinz Charles persönlich nach Laphroaig und verlieh bei diesem ersten Besuch seine königliche Vollmacht (das „Royal Warrant“). Wer unsere Destillerie besucht, kann unser königliches Wappen selbst bestaunen, das stolz von den 200 Jahre alten Mauern der Originalgebäude auf uns hinabblickt.

    Es passt besonders gut zu Laphroaig und Islay, da seine königliche Hoheit zurzeit der Träger des Titels „Lord of the Isles“ ist.”

    Bei seinem Besuch signierte Prinz Charles außerdem das Gästebuch und sprach mit dem damaligen Manager der Destillerie, Iain Henderson. Zum Abschied sagte er zu ihm: „Ich hoffe, dass Sie auch weiterhin nach traditionellen Methoden brennen werden. Meiner Ansicht nach machen Sie den besten Whisky der Welt.“

    Im Jahr 1994 wurde zudem der Friends of Laphroaig-Club offiziell eingeweiht. Zum Beitritt erhält jedes Mitglied eine lebenslange Pacht eines Quadratfußes Land auf Islay und kann jedes Jahr seine „Miete“ einfordern – einen Dram unseres besten Whiskys.

    1994

    Königlicher Hoflieferant

  • 1954 -90

    BESSIE REGIERT LAPHROAIG

    Während der Kriegsjahre diente die Destillerie von Laphroaig als Militärdepot. Ian Hunter war mittlerweile an den Rollstuhl gebunden und entschied, dass nach seinem Tod Bessie Williamson der einzige Mensch sein würde, der die lange Tradition von Laphroaig aufrechterhalten und weiterentwickeln könne. Er starb 1954 und hinterließ ihr die gesamte Destillerie.

    So übernahm mit Bessie erstmals eine Frau die Zügel als Besitzerin und Leiterin eines Brennereibetriebes. Bessie war eine echte Insulanerin: Sie stärkte die Bindung von Laphroaig mit dem öffentlichen Leben auf Islay, nahm am jährlichen Torfstechen teil und traf sich samstags zum abendlichen Singen und Tanzen zu gälischen Liedern, den „ceilidhs“, mit ihren Nachbarn. Sie öffnete das Destilleriegebäude sogar für Tanzveranstaltungen der Gemeinde. Ihre Aufmerksamkeit galt aber immer ihrer ersten Liebe Laphroaig und so wuchsen in ihrer Ära Ruhm und Umsätze der Destillerie.

    Bessie war pragmatisch veranlagt und wusste, dass Laphroaig, wenn es weiter weltweit wachsen sollte, die Unterstützung einer internationalen Gruppe brauchte. Eine Gruppe, die die alten Traditionen weiterführte aber gleichzeitig die Finanzkraft hatte, die Marke in neue globale Märkte zu transportieren. In den 1960er Jahren verkaufte sie Laphroaig daher über den schottischen Unternehmenszweig Long John Distillery an Seager Evans & Co (ein Tochterunternehmen von Schenley International). Seagar Evans erwarb 1962 die ersten Anteile, 1967 war die Übernahme schließlich komplett. Später wurde aus Seagar Evans die neue Marke Long John International.

    1972 ging Bessie in den Ruhestand und verstarb zehn Jahre später. John McDougal, Bessies Nachfolger als Manager der Destillerie, fand über Bessie stets nur lobende Worte: „Es war eine Ehre, mit Bessie Williamson zusammenarbeiten zu dürfen und ich werde ihre weisen Worte niemals vergessen. Sie haben mir in den 44 Jahren, seit Bessie das Büro neben mir verlassen hat, stets den Weg geleitet. Für mich ist es daher so, als ob sie Laphroaig niemals verlassen hätte. Ich empfand es als absolutes Privileg, als letzter Manager direkt mit ihr und für sie gearbeitet zu haben.“ Laphroaig hat Bessie Williamson einiges zu verdanken.

    Im Laufe der 1980er Jahre wuchs der Ruf Laphroaigs unaufhaltsam. Dies war insbesondere der Leitung durch eine Handvoll außergewöhnlicher Destillerie-Manager geschuldet. Auf Denis Nicol folgte Murdo Reed, der alle Kessel um 180 Grad drehen und ein neues Dach für das Kesselhaus bauen ließ. Auf ihn folgte wiederum Colin Ross, der aber schon kurz darauf, im Jahre 1989, durch Iain Henderson abgelöst werden sollte.

    In seinen 14 Jahren bei Laphroaig sollte mit Iain Henderson eine neue Ära eingeläutet werden, zu dessen Höhepunkten die Gründung der Friends of Laphroaig, der Erhalt der königlichen Vollmacht und eine Reihe von internationalen Spitzenauszeichnungen für Laphroaig gehören sollten.

    Im Jahr 1990 schließlich verkaufte der damalige Besitzer von Laphroaig, Whitbread, sein Spirituosengeschäft. Die Destillerie wurde von Allied Spirits, einer Tochterfirma von Allied Lyons, aufgekauft, das seinen Namen 1994 nach der Übernahme des spanischen Brandy- und Sherry-Giganten Pedro Domecq zu Allied Domecq änderte. In dieser Zeit wurde unser Laphroaig 10 Year Old unter der Leitung des Besitzers und Destillerie-Managers Iain Henderson zum weltweit am schnellsten verkauften Single Malt Whisky.

    1954 -90

    BESSIE REGIERT LAPHROAIG

  • 1935 -1954

    Weitergabe von Geheimnissen

    Bessie Williamson schloss 1932 ein Studium an der Universität Glasgow mit einem Masterabschluss ab. Da Arbeitsstellen nach dem Konjunkturrückgang, der Städte wie Glasgow Anfang der 1930er Jahre traf, dünn gesät waren, nahm sie zunächst eine Reihe befristeter Stellen an.

    Auf der Suche nach einer festen Stelle blieb sie stets in engem Kontakt mit ihrem Onkel Willie, der Buchhalter von keinem geringeren als Ian Hunter bei Laphroaig war. Und so geschah es, dass Ian ihm schrieb und fragte, ob er eine zuverlässige Arbeiterin für einen Bürojob über die Sommermonate hinweg kenne. Bessie ergriff die Chance sofort und machte sich mit nur einem Koffer für den Sommer auf den Weg. Sie hatte keine Ahnung, dass daraus letztendlich 40 Sommer werden sollten und sie die Liebe ihres Lebens finden würde.

    Ian Hunter war derweil das letzte lebende Mitglied seines Familienstammbaums. Die Geheimnisse von Laphroaig wurden von seinen Vorfahren über die Jahre hinweg sorgfältig gehütet und auch Ian war sehr viel daran gelegen, die Destilleriegeheimnisse wie den Brennereiprozess und das Rezept des Whiskys zu wahren. So ließ er niemals Journalisten, Fotografen oder gar Schriftsteller in die Nähe der Destillerie und verklagte einmal sogar einen pensionierten Fassbinder, um die Veröffentlichung eines Buchs zu verhindern, das eine Beschreibung der Destillerie enthielt.

    In Bessie fand er jedoch eine Frau mit Leidenschaft, Integrität und dem Willen, die großen Traditionen seines Whiskys zu erhalten. Im Lauf der Jahre gab er sein gesamtes Wissen über die Destillerie, das er sich einst angeeignet hatte, an sie weiter.

    Gleichzeitig nahm zu dieser Zeit seine Idee, den Whisky in alten Bourbonfässern aus amerikanischer Weißeiche reifen zu lassen, Gestalt an. Der zweite Weltkrieg und regionale Veränderungen in der Gesetzgebung für den Export von Sherry in Fässern aus Spanien hatten zu einer Verknappung von frisch geleerten Sherryfässern geführt. Dadurch wurde die Industrie gezwungen, bereits ausgelaugte Fässer wiederzuverwenden. Ian Hunter war jedoch nicht gewillt, Abstriche bei den hohen Qualitätsansprüchen seiner Destillerie zu machen, und setzte stattdessen als erster Hersteller das zur Genüge zur Verfügung stehende 200 Liter-Fass aus Amerika ein, das er in der hauseigenen Fassmacherei zerlegen und als etwas größeres Hogshead wieder zusammenbauen ließ. So kam es, dass bereits 1950 der Großteil des Whiskys von Laphroaig in ehemaligen amerikanischen Bourbon-Eichenfässern gelagert wurde.

    1935 -1954

    Weitergabe von Geheimnissen

  • 1929

    GLOBALISIERUNG

    Als Ian Hunter die Destillerie übernahm, machte er sich sofort daran, die Marke Laphroaig auf der ganzen Welt bekannt zu machen.

    Als erstes erlagen die Skandinavier dem vollmundigen, stark torfigen und öligen Charakter des Whiskys, was vermutlich nicht weiter überrascht, da ihre Vorfahren zu den ersten Siedler auf Islay zählten. Die Exporte wurden dann nach Lateinamerika, Europa und Kanada ausgeweitet. Selbst die USA, die sich zu dieser Zeit in der Prohibition befanden, wurden als Zielmarkt angesteuert. Dank dem scharfen, Iod ähnlichen Seetanggeruch von Laphroaig konnte Ian die Zollbeamten davon überzeugen, dass Laphroaig medizinische Eigenschaften besitze. Es heißt, dass nach einem oder zwei „wee Drams“ die Beamten schließlich zustimmten und der Alkohol legal nach Amerika exportiert wurde.

    1929

    GLOBALISIERUNG

  • 1923

    Erneutes Wachstum

    Ian Hunter, der Sohn von William Hunter, übernahm die Destillerie im Jahr 1921 und hauchte ihr neues Leben ein.

    Die Gerichtsverfahren hatten die Firma bis zu seiner Übernahme finanziell stark unter Druck gesetzt. Ian musste für den Fortbestand der Destillerie kämpfen, insbesondere weil ein neuer Pachtvertrag mit den Eigentümern, Ramsay of Kidalton, abgeschlossen werden musste. Mackie and Company gaben ein höheres Gebot für Laphroaig ab. Schlussendlich konnten aber alle Streitigkeiten beigelegt werden und die Eigentümer entschieden, das Anwesen zu verkaufen, wobei die Destillerien auf der Südseite der Insel ein Vorkaufsrecht erhielten. Das traf auf Ardbeg und Lagavulin ebenso zu wie auf Laphroaig. Wieder versuchte Mackie erfolglos, Laphroaig zu überbieten. Nach Kaufabschluss wurde schließlich entschieden, die Kapazität von Laphroaig zu vergrößern.

    Bis zum Jahr 1923 hatte sich die Produktionskapazität von Laphroaig verdoppelt und die Mälzerei war in ihrer heutigen Form fertiggestellt worden. Ein neuer Wash Still und Spirit Still (übrigens genaue Kopien der einzigartigen Originale – Ian Hunter war äußerst detailverliebt) wurden aufgestellt.

    1923

    Erneutes Wachstum

  • 1921

    DAS GEHEIMNIS RUND UM LAPHROAIG BLEIBT UNGELÖST

    Man hätte denken können, dass es mit Laphroaigs Braumeister, exakten Kopien der Brennblasen und der nahe gelegenen Wasserquelle in der nächsten Bucht neben der Destillerie kein Problem gewesen wäre, den Geschmack von Laphroaig zu kopieren. Weit gefehlt. Die Zusammensetzung von Laphroaig ist bis zum heutigen Tag äußerst kompliziert!

    Es erfolgten zwar zwei weitere Versuche, Laphroaig und das wertvolle Land zu kaufen, aber auch diese waren erfolglos. Leider setzten diese heftigen Auseinandersetzungen das junge Unternehmen stark unter Druck. Zumindest aber die wertvolle Wasserquelle, der Kilbride Stream, konnte schlussendlich gesichert werden.

    1921

    Das Geheimnis rund um Laphroaig bleibt ungelöst

  • 1907

    NACHBARSCHAFTSFEHDEN

    Die Streitigkeiten zwischen Laphroaig und den Mischern Mackie & Co. wurden auch Anfang des 20. Jahrhunderts fortgesetzt.

    So blockierte Peter Mackie 1907 den Wasserzufluss der Destillerie über den Kilbride Stream mit Steinen. Das Wasser blieb aus, Laphroaig verlor eine seiner Hauptzutaten sowie sein einziges Kühlmittel und war somit produktionsunfähig.

    Glücklicherweise griff das Gesetz schnell ein und Mackie wurde aufgefordert, „die Dinge wieder zu richten“ und die Wasserzufuhr wiederherzustellen.

    Im Jahr darauf, 1908, beschloss Peter Mackie in einem Anflug von Kränkung, dass er – wenn er Laphroaig schon nicht schlagen könne – sich uns eben anschließen würde (oder so ähnlich). Mit der Unterstützung des Brennereimeisters von Laphroaig, den er davon überzeugt hatte, für Lagavulin zu arbeiten, ließ er eine exakte Kopie des Kesselhauses von Laphroaig errichten und hoffte dadurch, ein zweites Laphroaig zu schaffen.

    1907

    NACHBARSCHAFTSFEHDEN

  • 1887

    FEINDLICHE GESINNUNG IN DER NACHBARSCHAFT

    Alexander verstarb und die Destillerie ging an seine Schwestern, Mrs. William Hunter und Katherine Johnston, sowie seinen Neffen J. Johnston-Hunter über.

    Laphroaigs Ruf als einzigartiger Whisky sprach sich derweil weiter herum – so schrieb der damals führende Whiskyjournalist Alfred Bernard im Jahr 1887:

    „Der Whisky von Laphroaig ist von außergewöhnlichem Charakter. Der Destillerie kommen glückliche Umstände zugute, die sich nicht logisch erklären lassen … Hauptsächlich die Ortschaft, das Wasser und die Lage.“

    Die Familie entschied, dass die Mischer Mackie and Co. inzwischen zu viel von dem jetzt als Single Malt beliebten Whisky bekamen und beendeten den Vertretervertrag. Darauf reagierten Mackie and Co. mit der Anklage, Laphroaig verfolge illegale Aktivitäten, und ließ die Destillerie vor Gericht rufen – ohne Erfolg.

    1887

    Feindliche Gesinnung in der Nachbarschaft

  • 1857 -1877

    ÄRGER MIT DEN NACHBARN

    Dugald Johnston erreichte 1857 ein Alter, in dem die Leitung der Destillerie schließlich in seine Hände gegeben werden konnte. Dabei wurde er von seinem Cousin Alexander Johnston unterstützt. Sie führten die Destillerie gemeinsam bis zum Tod von Dugald am 6. Januar 1877.

    Der gute Ruf von Laphroaig war geblieben und wuchs. Neue Gebäude wurden gebaut.

    Jedoch wurde ein Großteil der Malt Whiskys von Islay, wie es im später 19. Jahrhundert üblich war, für Blends verwendet. Dies traf auch auf Laphroaig zu. Sein rauchiger, torfiger Geschmack wurde von Whisky-Blendern hoch geschätzt und war umso stärker bei den Nachbarn nebenan von Lagavulin begehrt, die zu Mackie and Co, einem in Glasgow ansässigen Spirituosen- und Verschnitthandel, gehörten.

    Sie nutzten einen Großteil der Produktion von Laphroaig für einen Verschnitt mit Getreidewhisky. Dugald hatte dies schon immer gestört, weil es die Vertriebsmöglichkeiten für Laphroaig für seinen eigenen Single Malt stark begrenzte.

    Da Laphroaig immer mehr Beachtung als Single Malt fand, spitzte sich der Konflikt nun deutlich zu.

    1857 -1877

    Ärger mit den Nachbarn

  • 1836 -1847

    ALLEINIGER EIGENTÜMER

    Donald gab seinem Bruder Alexander 350 Pfund für seinen Anteil von Laphroaig. Alexander war einverstanden und wanderte später nach Australien aus, wo er im hohen Alter im Jahr 1881 verstarb.

    Leider sollte Donald selbst nur bis zum Jahr 1847 leben. Der Legende nach starb er nach einem Sturz in eine Wanne mit teilweise fertigem Whisky.

    Donalds einziger Erbe war sein Sohn Dugald, der im Alter von 11 Jahren aber noch zu jung war, um den Betrieb zu übernehmen, daher übernahmen sein Onkel John Johnston und ein Landwirt aus dem Ort, Peter McIntyre, zunächst die Leitung der Destillerie.

    1836 -1847

    Alleiniger Eigentümer

  • 1815

    VIEH ODER WHISKY?

    Für die Viehhaltung muss in den langen Wintermonaten „Futtergerste“ angebaut werden. Wohin aber mit dem Überschuss? Der Engländer braut sich einfach sein Bier damit. Aber für echte Schotten von Islay gibt es nur eine Alternative: Whisky brennen!

    Um 1815 hatte es sich auf Islay herumgesprochen, dass der bei Laphroaig gebrannte Whisky besonders gut sein sollte – die Wasserquelle war sehr weich, torfig und arm an Mineralstoffen. Bald schon lohnte sich das Whiskybrennen mehr als die Viehzucht – in dem Jahr hatte der Whisky von Laphroaig seine offizielle Geburtsstunde.

    1815

    Vieh oder Whisky?

  • 1810

    WIE ALLES BEGANN

    Der Aufstand von 1745 spaltete Schottland in zwei Hälften, die Clans lebten in Feindschaft.

    Um 1815 pachteten die Brüder Donald und Alexander Johnston 1000 Morgen Land vom Gutsherrn von Islay, um Viehzucht zu betreiben. Heute ist dieses Land als Laphroaig bekannt.

    1810

    Wie alles begann